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Verlegung von acht neuen Stolpersteinen
In der Grundstraße 16 lebte in den 1930er Jahren Henry Pinkepank mit seiner Familie. Wegen regimekritischer Äußerungen wurde er 1933 verurteilt und als politischer Gefangener inhaftiert. Seine Frau Alwine musste die Familie allein versorgen und war Ausgrenzung und Demütigungen ausgesetzt.
Ab 1938 wohnte in der Leibnizstraße 4 das jüdische Ehepaar Hermann und Betty Frankenberg.Sie zogen in hohem Alter zur Familie ihrer Tochter Rita. Betty Frankenberg verstarb im israelitischen Krankenhaus in Hannover. Hermann Frankenberg wurde nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet.
Die letzte Verlegung fand in der Breiten Herzogstraße 27 statt, wo Emil Kramer mit seiner jüdischen Frau Marianne einen Friseursalon betrieb. Boykott-Aktionen und die Drangsalierung von Kunden brachten sie in schwere wirtschaftliche Not. Ihre Söhne Otto und Kurt Kramer waren Entrechtung, Verfolgung und Zwangsarbeit ausgesetzt.
Alle neuen Stolpersteine wurden von dem Künstler Gunter Demnig selbst verlegt. Mit den Schicksalen von Familie Pinkepank und dem Ehepaar Frankenberg hat die Klasse 9.2 der Henriette Breymann Gesamtschule intensiv beschäftigt. Die Recherchen zu Familie Kramer machten die Klassen 10nwit, 10ku und 10b des Gymnasiums im Schloss.
Ausführliche Biografien zu den allen Personen finden Sie unter den jeweiligen Personennamen auf dieser Website.
