Finden Sie zu den Stolpersteinen
in Wolfenbüttel

Aktuelles

Gedenkveranstaltung zu den Novemberpogromen 1938

Der jüdische Gedenkstein in Wolfenbüttel

Am Dienstag 9. November 2021 um 16.30 Uhr findet die jährliche Gedenkveranstaltung am Gedenkstein vor der Herzog August Bibliothek statt.

Die Veranstaltung vom Bündnis gegen Rechtsextremismus, die in Kooperation mit der Stadt Wolfenbüttel stattfindet, beginnt am Gedenkstein vor der Herzog August Bibliothek . Der Stein erinnert an die einst prächtige Synagoge in der Lessingstraße und die ehemaligen jüdischen Bürger Wolfenbüttels. 

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge von Angehörigen der SS angezündet und zerstört. Jüdische Wolfenbütteler wurden demütigt, geschlagen, ihre Wohnungseinrichtungen zerstört und der Großteil der Männer in das KZ Buchenwald verschleppt. 
Das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus wach zu halten, bedeutet Erinnern für Gegenwart und Zukunft. 

Eröffnet wird die Veranstaltung in diesem Jahr von Bürgermeister Ivica Lukanic. Beteiligt am Programm sind außerdem Thomas Pink und Schülerinnen der Leibniz-Realschule, die Auszüge aus den Kindheitserinnerungen von Lotte Strauss, geborene Schloss, lesen.
Die Gedenkrede wird Martina Staats, Leiterin der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel, halten.

Im Anschluss sind alle Interessierten herzlich zu einem Besuch im Bürger Museum eingeladen. 
Zu sehen sind unter dem Titel „… Wolfenbütteler, wie wir sie waren!“ historische Fotos jüdischer Familien aus Wolfenbüttel vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum „Dritten Reich“ mit nationalsozialistischer Gewaltherrschaft und Diktatur. Sie stammen aus dem heimatgeschichtliches Archiv von Jürgen Kumlehn und wurden zu diesem Anlass digitalisiert.

Das Bürgerarchiv im Bürger Museum widmet sich dem Wolfenbütteler Maler Otto Bücher und seiner Frau Elli. Neben biografischen Informationen zu ihrem Leben und der Verfolgungsgeschichte durch die Nationalsozialisten wird auch Büchers rätselhaftes Gemälde „Kornblumen und Klatschmohn“ zu sehen sein. 
Nach vielen Jahren in Familienbesitz sollte es 2009 restauriert werden. Überraschend wurde damals auf der Rückseite des Bildes ein Porträt einer wunderschönen, pelzbehangenen Dame freigelegt. Der Grund für ihr „Verschwinden-lassen“ und ihre Identität sind bis heute ein Rätsel. 

Zu sehen bis 30.12.2021 zu den regulären Öffnungszeiten im Bürger Museum.