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Aktuelles



Gewinner des Sally-Perel-Preises ist der Religionskurs des 11. (jetzt 12.) Jahrgangs des Gymnasiums Große Schule in Wolfenbüttel.
Die Wolfenbüttler Preisträger hatten sich auf die Spuren ehemaliger jüdischer Schüler ihrer Schule begeben. Ihre Ergebnisse flossen 2019 in die Ausstellung „Gekommen, um zu bleiben – Jüdische Migranten aus Osteuropa im Braunschweiger Land“ ein. Die Schüler sollten, so Laudator Michael Kleber, DGB-Regionsgeschäftsführer, Geschichte nicht als „fertiges Produkt” erfahren, dessen Inhalt es nur auswendig zu lernen gelte, sondern sie sollten eigenständig als junge Historiker tätig werden und zu reflektierten Deutungen über die Vergangenheit gelangen.
Auch die Erforschung der eigenen Schulvergangenheit gehörte dazu. Vergessene jüdische Mitschüler sollten in das Schulgedächtnis zurückgeholt werden; die heutige Generation sollte sich bewusst nicht nur mit jüdischem Sterben, vielmehr mit jüdischem Leben auseinandersetzen. „Durch das Hineindenken in fremde Perspektiven kann man sich besser auf die Lebensrealität des anderen einlassen, das Gemeinsame im Anderen entdecken und Unterschiede wertschätzen“, heißt es in der Projektbeschreibung. Schülerin Merle Linde betonte bei der Preisverleihung: „Die Geschichte an Einzelschicksalen festzumachen ist so viel bewegender und eindrucksvoller, als über anonyme Gruppen in Schulbüchern zu lesen.“ Die Schüler beschäftigten sich unter anderem mit Leopold Zunz, dem Begründer der Wissenschaft des Judentums, und dem in Wolfenbüttel geborenen und aufgewachsenen deutsch-jüdischen Lyriker Joachim Esberg (ermordet in Auschwitz). Sie beleuchteten unter anderem die Umstände, die es Zunz ermöglichten, als erster jüdischer Schüler 1807 das Gymnasium Große Schule in Wolfenbüttel zu besuchen.
Esberg war bis 1933 nur kurz als Jude Schüler an der Großen Schulen, musste nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Belgien fliehen und starb später im KZ Auschwitz. In den Zeiten seines Exils in Belgien verfasste er Gedichte aus dieser Leidenszeit, die im Projekt interpretiert und medial bearbeitet wurden.
Die Sieger aus Wolfenbüttel verkündeten noch während der Verleihung, ihr Preisgeld von 500 Euro an den Verein Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte in Braunschweig weiterzugeben.

s. WZ vom 29.4.2021



Die jüdische Gemeinschaft begeht 2021 ein besonderes Jubiläum: Auf eine Anfrage aus Köln erließ der römische Kaiser Konstantin vor 1700 Jahren ein Edikt, wonach Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Dieses Dekret aus dem Jahr 321 gilt als der älteste Beleg für die Existenz jüdischer Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Für Deutschland und die Jüdische Gemeinschaft ist 2021 ein Festjahr, an dem Vertreter aus den Bereichen Religion, Gesellschaft und Staat mitwirken. Bundeskanzlerin Merkel gratuliert der Jüdischen Gemeinschaft und sieht im Jubiläumsjahr eine herausragende Gelegenheit, sich die lange und reichhaltige Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Es sei ein Wunder, ein unfassbarer Vertrauensbeweis und besonderer Grund für tiefe Dankbarkeit, dass jüdisches Leben nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa in Deutschland wieder eine Heimat gefunden hat und auch heute unsere Gesellschaft bereichert, so Merkel. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland seien nun vor allem eines – „eine Geschichte mit Zukunft.“

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Geplant war der Film als Beitrag zu einer gemeinsamen Veranstaltung der regionalen Stolpersteininitiativen, die auf Grund der Infektionslage leider abgesagt werden musste.

Stolpersteine in Wolfenbüttel: Spuren der Erinnerung
https://www.youtube.com/watch?v=sT_bgKo7xzs
 



Mithilfe einer Kombination von crossmedialer Inszenierung (sog. Extended Reality), Gamification, Storytelling und Social Media soll der Jacobstempel in Seesen, als erste Reformsynagoge der Welt, zusammen mit der Jacobsonschule, einer frühen jüdischen Reformschule, rekonstruiert werden. Für die Nutzer werden damit die Geschehnisse von damals im Heute in ganz neuer Form, auf geradezu spielerische Weise, erlebbar.

Geschichte nahbar machen
Die Herausforderung ist, dass die bauliche Keimzelle des Reformjudentums – der Jacobstempel in Seesen – von den Nationalsozialisten in der Pogromnacht 1938 unwiederbringlich zerstört wurde. Die ebenfalls mitten in der Seesener Innenstadt liegende Jacobsonschule, in deren Innenhof sich die Reformsynagoge befand, ist nur noch teilweise erhalten. Die digitale Anwendung soll helfen, zerstörte Geschichte zum Leben zu erwecken und einen Impuls setzen, die Orte persönlich entdecken zu wollen.

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