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Aktuelles



Gemeinsam überlegen, was Solidarität gegen Antisemitismus und Rassismus in diesen Zeiten bedeuten kann!

Derzeit erreichen Fake-News und Verschwörungsmythen rund um das Corona-Virus ein Millionenpublikum: im Netz, auf der Straße und im Bekanntenkreis. Solche teils harmlos wirkenden Verschwörungsmythen ebnen den Weg in antisemitische und rassistische Weltbilder, die zu konkreten Angriffen auf konkrete Gruppen führen: Jüdinnen und Juden, asiatisch gelesene Personen, Asylsuchende, Menschen mit Einwanderungsgeschichte, Wissenschaftler*innen sind davon betroffen.
Aber was sind Verschwörungsmythen überhaupt und wie erkenne ich sie? Was ist eigentlich das strukturell antisemitische an ihnen und was kann ich dagegen tun?
In Live-Diskussionen, Webinaren oder mithilfe des Entschwörungsgenerators wird in den kommenden Wochen diskutiert. Seien Sie dabei!


Mehr Informationen unter:
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/digitaler-aktionstag-gegen-verschwoerungsmythen-und-antisemitismus-am-15-mai-56891/



Im Herbst 2019 wurde der Arbeitskreis Stolpersteininitiativen zwischen Harz und Heide gegründet. Er trifft sich regelmäßig unter dem Dach des Israel – Jacobson- Netzwerkes (IJN) und bearbeitet verschiedene Projekte.

Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung sollte in den Tagen rund um den 8. Mai 2020 der 1. Regionale Putztag von Stolpersteinen unter dem Motto »Erinnerung aufpolieren« stattfinden.  Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Arbeitskreis entschieden, den regionalen Putztag auf die Tage um den 9. November 2020 zu verschieben. Die Stolpersteininitiative Wolfenbüttel dankt  den vielen engagierten Lehrkräften, Schülern und Privatpersonen, die ihre tatkräftige Teilnahme bereits zugesagt hatten und hofft auf eine ebenso rege Teilnahme im November.
Weitere Informationen - auch zu  den im Rahmen des 1. Regionalen Putztages geplanten Veranstaltungen - finden Sie demnächst hier oder im Veranstaltungskalender des IJN. Weitere Projekte des Arbeitskreises Stolpersteininitiativen sind in Planung.



Die Stolpersteine stehen für das Schicksal der verfolgten, diskriminierten und ermordeten Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Hierzu gehörte auch die Familie Wolfsohn: Max, Marianne, Alfred, Herbert und Günter. Auch sie mussten aus Wolfenbüttel fliehen und fanden erst in unterschiedlichen Ländern ihre Ruhe. So wurde die Familie zerrissen und verteilte sich über mehrere Länder, unter anderem in Griechenland und Brasilien. Das Schicksal der Familie wurde von Schülern der Leibniz-Realschule recherchiert und im Rahmen der Steinverlegung vorgetragen. Aus Brasilien reisten auch die Enkelkinder von Günter Wolfsohn, Andrea und Eduardo, an, um der Zeremonie beizuwohnen.

Bürgermeister Thomas Pink hielt vor den versammelten Menschen eine Rede. Darin nahm er die Menschen in die Pflicht, die Erinnerung an die NS-Vergangenheit nicht zu vergessen. Es sei vielmehr eine wichtige Aufgabe das Andenken an die Opfer zu würdigen und dafür Sorge zu tragen, dass es in Deutschland nie wieder zu solchen Gräueltaten kommt. Er zitierte zudem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der davor warnte, dass die bösen Geister sich heute in anderem Gewand zeigen würden.

Für Steinlegung zeichnet sich, neben dem Künstler Gunter Demnig, in Wolfenbütteler eine eigene Arbeitsgruppe verantwortlich, die von Jürgen Kumlehn und Kristlieb Adloff ins Leben gerufen wurde. Markus Gröchtemeier vom Schloss Museum Wolfenbüttel unterstütze die Schulklasse durch seine Fachkenntnisse bei der Recherche. Zuletzt wurden 10 Steine am 8. Dezember 2019 in Wolfenbüttel verlegt.

 

Rede von Enkel Eduardo Wolfsohn anlässlich der Stolpersteinverlegung: