Aktuelles



Mit der „bürgerlichen Emanzipation" der Juden begann der Aufstieg der deutschen Juden in akademischen Berufen, in den modernen Wissenschaften, in der Literatur,
Musik, Malerei, im Film und anderen Künsten, in Politik und öffentlichem Leben. Ihre Flexibilität, Innovationsbereitschaft und traditionell geschulte Geistesschärfe machte
sie zu „Pionieren der Moderne". Besonders in der ersten bürgerlichen Demokratie Deutschlands, der Weimarer Republik, führte die jüdische Beteiligung zu einer
beispiellosen Blüte des deutschen Kultur und Wissenschaftsbetriebs, von der Deutschland bis heute profitiert. Sie endete abrupt mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Albert Einstein, Sigmund Freud, Arnold Schönberg, Max Reinhardt und viele andere aus Deutschland emigrierte Intellektuelle prägten noch für kommende Jahrzehnte die Entwicklung der Wissenschaften und den geistigen Diskurs.

https://ij-n.de/index.php/termine/eventdetail/137/-/vortrag-von-chaim-noll-der-beitrag-juedischer-intellektueller-am-geistigen-und-politischen-leben-der-weimarer-republik



Viele Jahre wurden die biografischen Recherchen und der Kontakt zu Gunter Demnig hauptsächlich von den Wolfenbütteler Privatpersonen Jürgen Kumlehn und Dr. Kristlieb Adloff vorangetrieben. Unterstützung fanden sie bei verschiedenen Schülergruppen.
Im  September 2017 entschieden sie sich, ihr Engagement niederzulegen. Sofort suchte die Stadt nach Lösungen, um die weitere Arbeit an den Stolpersteinen zu sichern.
In der Sitzung des  Kulturausschusses Anfang 2018 wurde beschlossen: Das Thema ist so wichtig, dass sich zukünftig eine städtische Arbeitsgruppe darum kümmern wird. Geleitet wird sie von einem Historiker des Museums, weiterhin arbeiten Fraktionsmitglieder des Stadtrats und Angestellte des Kulturamtes mit. Auch engagierte Wolfenbütteler sind dabei. Die Gruppe trifft sich in unregelmäßigen Abständen, aktuell wird zu weiteren Biografien recherchiert und die Website überarbeitet.
An der Mitarbeit Interessierte – auch Schülergruppen - können sich gerne melden:

[Kontakt/Unterstützen]

Mit der nächsten Stolpersteinverlegung ist – nicht zuletzt auf Grund des vollen Terminkalenders von Gunter Demnig – frühestens im November 2019 zu rechnen.