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Aktuelles



Die jüdische Gemeinschaft begeht 2021 ein besonderes Jubiläum: Auf eine Anfrage aus Köln erließ der römische Kaiser Konstantin vor 1700 Jahren ein Edikt, wonach Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung berufen werden konnten. Dieses Dekret aus dem Jahr 321 gilt als der älteste Beleg für die Existenz jüdischer Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Für Deutschland und die Jüdische Gemeinschaft ist 2021 ein Festjahr, an dem Vertreter aus den Bereichen Religion, Gesellschaft und Staat mitwirken. Bundeskanzlerin Merkel gratuliert der Jüdischen Gemeinschaft und sieht im Jubiläumsjahr eine herausragende Gelegenheit, sich die lange und reichhaltige Tradition jüdischer Kultur in Deutschland zu vergegenwärtigen. Es sei ein Wunder, ein unfassbarer Vertrauensbeweis und besonderer Grund für tiefe Dankbarkeit, dass jüdisches Leben nach dem Menschheitsverbrechen der Shoa in Deutschland wieder eine Heimat gefunden hat und auch heute unsere Gesellschaft bereichert, so Merkel. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland seien nun vor allem eines – „eine Geschichte mit Zukunft.“

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Geplant war der Film als Beitrag zu einer gemeinsamen Veranstaltung der regionalen Stolpersteininitiativen, die auf Grund der Infektionslage leider abgesagt werden musste.

Stolpersteine in Wolfenbüttel: Spuren der Erinnerung
https://www.youtube.com/watch?v=sT_bgKo7xzs
 



Mithilfe einer Kombination von crossmedialer Inszenierung (sog. Extended Reality), Gamification, Storytelling und Social Media soll der Jacobstempel in Seesen, als erste Reformsynagoge der Welt, zusammen mit der Jacobsonschule, einer frühen jüdischen Reformschule, rekonstruiert werden. Für die Nutzer werden damit die Geschehnisse von damals im Heute in ganz neuer Form, auf geradezu spielerische Weise, erlebbar.

Geschichte nahbar machen
Die Herausforderung ist, dass die bauliche Keimzelle des Reformjudentums – der Jacobstempel in Seesen – von den Nationalsozialisten in der Pogromnacht 1938 unwiederbringlich zerstört wurde. Die ebenfalls mitten in der Seesener Innenstadt liegende Jacobsonschule, in deren Innenhof sich die Reformsynagoge befand, ist nur noch teilweise erhalten. Die digitale Anwendung soll helfen, zerstörte Geschichte zum Leben zu erwecken und einen Impuls setzen, die Orte persönlich entdecken zu wollen.

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