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Aktuelles



Von Cord-Friedrich Berghahn, TU Braunschweig.
Der deutsch-jüdische Denker, Autor und Übersetzer, gestorben am 26. September 1940 auf der Flucht vor der Gestapo, zählt zu den einflußreichsten Schriftstellern deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Cord Berghahn stellt in einer kommentierten Lesung ausgewählte Texte Benjamins vor.

Anmeldung unter: deffland@lessing-akademie.de



Im Rahmen der »Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide« spricht Mirko Przystawik über die architektonische Entwicklung der Synagoge – von der klassischen Landsynagoge bis hin zu den Großstadtsynagogen des Reformjudentums. Anhand ausgesuchter Bauten wird der einstige Reichtum jüdischen Kulturerbes veranschaulicht, der durch die Zerstörungen der Novemberpogrome 1938 vielerorts verloren ist. Im Anschluss kann die Alte Synagoge in der Harzstraße in Wolfenbüttel besichtigt werden.

Dipl. Ing. Mirko Przystawik studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2005 ist er dort wissenschaftlicher Mitarbeiter, zunächst am Institut für Bau- und Stadtbaugeschichte, seit 2007 an der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa. In verschiedenen Forschungsprojekten beschäftigt er sich mit der neuzeitlichen jüdischen Architektur.

Freier Eintritt, Voranmeldung erforderlich (Theaterkasse: 05331 86-501).



Im Herbst 2019 wurde der Arbeitskreis Stolpersteininitiativen zwischen Harz und Heide gegründet. Er trifft sich regelmäßig unter dem Dach des Israel – Jacobson- Netzwerkes (IJN) und bearbeitet verschiedene Projekte.

Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung sollte in den Tagen rund um den 8. Mai 2020 der 1. Regionale Putztag von Stolpersteinen unter dem Motto »Erinnerung aufpolieren« stattfinden.  Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Arbeitskreis entschieden, den regionalen Putztag auf die Tage um den 9. November 2020 zu verschieben. Die Stolpersteininitiative Wolfenbüttel dankt  den vielen engagierten Lehrkräften, Schülern und Privatpersonen, die ihre tatkräftige Teilnahme bereits zugesagt hatten und hofft auf eine ebenso rege Teilnahme im November.
Weitere Informationen - auch zu  den im Rahmen des 1. Regionalen Putztages geplanten Veranstaltungen - finden Sie demnächst hier oder im Veranstaltungskalender des IJN. Weitere Projekte des Arbeitskreises Stolpersteininitiativen sind in Planung.



Die Stolpersteine stehen für das Schicksal der verfolgten, diskriminierten und ermordeten Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Hierzu gehörte auch die Familie Wolfsohn: Max, Marianne, Alfred, Herbert und Günter. Auch sie mussten aus Wolfenbüttel fliehen und fanden erst in unterschiedlichen Ländern ihre Ruhe. So wurde die Familie zerrissen und verteilte sich über mehrere Länder, unter anderem in Griechenland und Brasilien. Das Schicksal der Familie wurde von Schülern der Leibniz-Realschule recherchiert und im Rahmen der Steinverlegung vorgetragen. Aus Brasilien reisten auch die Enkelkinder von Günter Wolfsohn, Andrea und Eduardo, an, um der Zeremonie beizuwohnen.

Bürgermeister Thomas Pink hielt vor den versammelten Menschen eine Rede. Darin nahm er die Menschen in die Pflicht, die Erinnerung an die NS-Vergangenheit nicht zu vergessen. Es sei vielmehr eine wichtige Aufgabe das Andenken an die Opfer zu würdigen und dafür Sorge zu tragen, dass es in Deutschland nie wieder zu solchen Gräueltaten kommt. Er zitierte zudem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der davor warnte, dass die bösen Geister sich heute in anderem Gewand zeigen würden.

Für Steinlegung zeichnet sich, neben dem Künstler Gunter Demnig, in Wolfenbütteler eine eigene Arbeitsgruppe verantwortlich, die von Jürgen Kumlehn und Kristlieb Adloff ins Leben gerufen wurde. Markus Gröchtemeier vom Schloss Museum Wolfenbüttel unterstütze die Schulklasse durch seine Fachkenntnisse bei der Recherche. Zuletzt wurden 10 Steine am 8. Dezember 2019 in Wolfenbüttel verlegt.

 

Rede von Enkel Eduardo Wolfsohn anlässlich der Stolpersteinverlegung: