Namen und Biografien

Sortiert nach Familiennamen
Neuer Weg

Quelle: Devisenbewirtschaftung und Auswanderung, u.a. von jüdischen Bürgern.  Niedersächsisches Landesarchiv – Standort Wolfenbüttel, 34 N 4, Zg. 55/2004 Nr. 1

Therese Lapidus
Geborene Moses

Neuer Weg (Adolf-Hitler-Straße) 93, Am Alten Tore 6

geb. 1. Juni 1929 in Wolfenbüttel, Flucht 1938
USA, überlebt

 

Therese Moses war die jüngste Tochter des Schuhkaufmannes Berthold Moses und seiner Frau Klara. Auch sie musste wie ihre Schwester Eva den Schulbesuch abbrechen, da die Familie im August 1938 aus Deutschland in die USA flüchtete. In den USA heiratete sie und hieß zunächst Freudenthal. Später nach ihrer zweiten Heirat hieß sie Lapidus.

 

Familie
Klara Moses →
Berthold Moses →
Eva Bach, geb. Moses →

Lange Herzogstraße

Quelle: Devisenbewirtschaftung und Auswanderung, u.a. von jüdischen Bürgern.  Niedersächsisches Landesarchiv – Standort Wolfenbüttel, 34 N 4, Zg. 55/2004 Nr. 1

David Levano

Lange Herzogstraße 46

geb. 1. Oktober 1871 in Bad Driburg, Flucht 1938
USA, überlebt gest. am 27. März 1961 in den USA

 

David Levano betrieb ursprünglich in Semmenstedt einen Viehhandel. Mit seiner Ehefrau Henny zog er 1912 nach Wolfenbüttel. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, Gerhard und Kate, die nach Palästina und in die USA flüchteten. Die Eltern flüchteten im November 1938 ebenfalls in die USA.

 

Familie
Henny Levano

Quelle: Devisenbewirtschaftung und Auswanderung, u.a. von jüdischen Bürgern.  Niedersächsisches Landesarchiv – Standort Wolfenbüttel, 34 N 4, Zg. 55/2004 Nr. 1

Henny Levano
geborene Neuhaus

Lange Herzogstraße 46

geb. 29. November 1877 in Bremke, Flucht 1938
USA, überlebt, gestorben 25. Januar 1969 in den USA

 

Henny Levanos Ehemann David Levano betrieb ursprünglich in Semmenstedt einen Viehhandel. Beide zogen 1912 nach Wolfenbüttel. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, Gerhard und Kate, die nach Palästina und in die USA flüchteten. Die Eltern folgten der Tochter Kate im November 1938 ebenfalls in die USA.

 

Familie
David Levano

Schützenstraße

Grete Leven
geborene Kirchheimer

Schützenstraße 20

geb. 12. Juli 1924 in Wolfenbüttel, Flucht 1941
USA, überlebt

 

Grete Levens Schicksal ist eng mit dem ihrer Mutter Martha Kirchheimer und ihres Vaters Dr. Siegfried Kirchheimer verbunden. 1957 versuchte sie von New York aus, eine Entschädigung für die ihr nicht gestattete Ausbildung zu erhalten. Der Oberkreisdirektor des Landkreises Höxter schrieb der Stadtverwaltung Wolfenbüttel deshalb am 8. Mai 1957 einen Brief: Die Vorgenannte hat in ihrem hier anhängigen Entschädigungsverfahren angegeben, daß sie in Wolfenbüttel zunächst die sogenannte „Waisenhausschule” und später die “Bürgerschule in der Karlstraße” besucht hätte. Die letztgenannte Schule hätte sie im Jahre 1938 verlassen müssen, und es sei ihr nicht möglich gewesen, ihre Schulausbildung zu vollenden, weil ihr nach diesem Zeitpunkt als Jüdin jeder weitere Schulbesuch unmöglich gemacht worden sei. Altersmäßig dürfte die Antragsstellerin Ostern 1938 ihre Volksschulpflicht beendet haben, im Juli 1938 ist sie von Wolfenbüttel nach Bad Driburg/ Krs. Höxter verzogen. Ich bitte um Feststellung, ob die Verfolgte aus rassischen Gründen die dortige Bürgerschule in der Karlstraße vor Beendigung ihrer Volksschulpflicht verlassen hat. Außerdem bitte ich um Übersendung einer Abschrift des letzten Schulzeugnisses, da die Antragsstellerin angibt, daß sie als Tochter des Arztes Dr. Siegfried Kirchheimer eine bessere Berufsausbildung bekommen haben würde, wenn sie nicht Jüdin gewesen wäre. An Hand des Schulzeugnisses möchte ich feststellen, ob die geistigen Fähigkeiten zum Beispiel für einen Besuch einer höheren Schule ausgereicht hätte. Ich bitte ferner um Mitteilung, in welchen Verhältnissen die Familie des Dr. Kirchheimer lebte und ob der Vater der Antragsstellerin wirtschaftlich in der Lage gewesen wäre, seiner Tochter Greta eine weitergehende Berufsausbildung zu ermöglichen, wenn er nicht ebenfalls rassisch Verfolgter gewesen wäre. Die Stadtverwaltung antwortete am 22. Mai 1957: (...) Der Vater der Antragsstellerin wäre finanziell in der Lage gewesen, seiner Tochter Greta eine weitergehende Berufsausbildung zu ermöglichen. Eine Bescheinigung über den Schulbesuch Greta Kirchheimer an der Volksschule liegt bei. Über den Ausgang dieses Vorganges liegen keine Informationen vor.

 

Familie
Alice Kirchheimer →
Hans Kirchheimer →
Lore Eppy, geb. Kirchheimer →
Martha Kirchheimer →
Dr. Siegfried Kirchheimer →